[Auslandsstudienbericht] Hibiki Shimoyama, Studentin im 2. Studienjahr, Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften

~Erfahrungen von Studierenden nach Abschluss ihres Auslandsstudiums~


[Studienort im Ausland] Universität Trier, Deutschland
[Auslandsstudienzeitraum] August 2025
[Art des Auslandsstudiums] Kurzzeitiges Auslandsstudium an einer Partnerhochschule



Motivation für ein Auslandsstudium

Der Hauptgrund, warum ich im Ausland studieren wollte, war, dass ich schon während meines Studiums das Leben im Ausland kennenlernen wollte.
Im Vergleich zu berufstätigen Erwachsenen habe ich mehr Freizeit, und die Hürde, an der Universität Neues zu lernen, ist niedriger. Deshalb wollte ich diese Gelegenheit nutzen, um eine fremde Kultur kennenzulernen.

Gründe für die Wahl dieses Studienortes im Ausland

Ich habe Deutschland als Studienort im Ausland gewählt, weil ich mich schon lange für Forschung mit Bezug zu Deutschland interessiere.
Darüber hinaus wollte ich den Kölner Dom auch einmal mit eigenen Augen sehen, etwas, das ich während meiner Schulzeit in einem Geschichtsbuch kennengelernt hatte.
Ein weiterer Grund ist, dass ich das Klima als vergleichsweise kühler und angenehmer als den Sommer in Japan empfand.

Wie es an der Universität ist, an der ich im Ausland studiere

Die Tria-Universität war größer als die Hirosaki-Universität, aber da ich sie während der Sommerferien besuchte, vermittelte mir die Atmosphäre auf dem Campus einen ähnlichen Eindruck wie die der Hirosaki-Universität.
Da die meisten Studierenden und Mitarbeiter Englisch sprachen, konnte ich mich verständigen, obwohl mein Deutsch nicht perfekt war. Vor allem aber waren alle unglaublich freundlich.

In unmittelbarer Nähe des Wohnheims, in dem ich wohnte, gab es einen großen Supermarkt, sodass ich beim täglichen Einkauf nie Unannehmlichkeiten hatte.

Die Busse zur Universität und ins Stadtzentrum fuhren etwa alle 15 Minuten, sodass die Fortbewegung kein Problem darstellte. Verspätungen waren jedoch keine Seltenheit, weshalb ich es für ratsam hielt, bei Reisen ein oder zwei zusätzliche Busse einzuplanen.

Empfohlene Veranstaltungen und Orte

Schon allein in der Stadt Trier selbst lässt sich europäisches Flair erleben. Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter Gebäude aus der Römerzeit, den Trierer Dom und das Geburtshaus von Karl Marx.


Unvergessliche Dinge

Ich verspürte ein starkes Bedürfnis, die Situation der Eisenbahn im Ausland genauer zu beobachten. Insbesondere die Unterschiede zwischen der deutschen und der japanischen Bahn überraschten mich oft.

Zum Beispiel gab es viele denkwürdige Vorfälle, die man in Japan normalerweise nicht erleben würde, wie zum Beispiel, dass der erste Zug des Tages abfuhr, ohne die Türen zu öffnen und die Fahrgäste zurückließ, dass er sich wiederholt verspätete und man dann aufgefordert wurde, auf einen anderen Bahnsteig zu wechseln, nur um dann festzustellen, dass der Zug schließlich ganz ausfiel, oder dass man plötzlich während der Fahrt darüber informiert wurde, dass „dieser Waggon an den nächsten beiden Stationen abgekoppelt wird, bitte wechseln Sie in einen anderen Waggon“.

Selbst die App mit den Verspätungsinformationen war nicht ganz zuverlässig, was mir den Unterschied zwischen Japan und anderen Ländern erst richtig bewusst machte.
Mir wurde jedoch klar, dass es wichtig ist, diese Erlebnisse zu genießen, einschließlich der Tatsache, dass ich im Ausland bin.

Andererseits gab es auch viele Attraktionen, die es nur in dieser Region gab. Bier war in Deutschland sehr günstig, die Auswahl riesig und es schmeckte hervorragend.
Da es sich um eine Region in der Nähe von Frankreich handelte, konnten wir auch Wein genießen.
Alkohol regte oft zu angeregten Gesprächen an und bot Gelegenheiten zur Kommunikation.

Darüber hinaus konnte ich neben dem Sprachenlernen vielfältige Erfahrungen sammeln, beispielsweise durch den Besuch von Musikdosenkonzerten in Kirchen, Sightseeing in nahegelegenen Städten und gesellige Treffen bei Grillabenden und in Bars. Dieser Auslandsaufenthalt war äußerst bereichernd, da ich nicht nur durch das Erlernen der deutschen Sprache, sondern auch durch den Kontakt mit der lokalen Kultur und den Menschen viel Inspiration schöpfte.

 

Was ich während meines Auslandsstudiums gelernt habe und Ratschläge für alle, die ein Auslandsstudium in Erwägung ziehen

Mir wurde klar, dass es beim Sprachenlernen nicht nur um das Auswendiglernen von Wörtern und Grammatik geht, sondern auch um das Erlernen von Kommunikation und Kultur an sich.
Natürlich lernt man das nicht über Nacht. Doch das Erlernen einer Sprache erweitert den Horizont und die Interessen und eröffnet eine ganz neue Welt. Deshalb glaube ich, dass es sich lohnt, Zeit darin zu investieren.
Während meines Aufenthalts dort führte ich Gespräche mit vielen Menschen und erkannte dabei, dass „Sprache ein Kommunikationsmittel ist, um mit Menschen in Kontakt zu treten“.

Studierenden, die ein Auslandsstudium in Erwägung ziehen, möchte ich sagen, dass dies eine gründliche Vorbereitung und viel Entschlossenheit erfordert. Die Reise- und Lebenshaltungskosten sind nicht unerheblich, daher hielt ich es für wichtig, dies im Vorfeld ausführlich mit Ihrer Familie zu besprechen.
Ich habe jedoch so viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, dass es sich meiner Meinung nach absolut gelohnt hat. Ich würde es daher vielen Studierenden wärmstens empfehlen.

 

*Die Angaben zu Fakultät und Studienjahr beziehen sich auf den Zeitpunkt des Auslandsstudiums.